Simulation der Marktentwicklung im Umfeld unterschiedlicher Ergebnisse der WTO-VerhandlungenDie Doha-Verhandlungsrunden der WTO haben zum Ziel, Zölle abzubauen. Der Zollabbau soll nach einer abgestuften Abbauformel erfolgen, wobei in den verschiedenen Stufen unterschiedliche Modalitäten festgelegt werden sollen. Die einzelnen WTO-Mitgliedsländer sollen die Möglichkeit erhalten, sensible Produkte zu bezeichnen, für die gegenüber der für das Zollband festgelegten Reduktion mildere Abbauformeln angewandt werden können. Um für die Schweiz eine quantitative Beurteilung unterschiedlicher Verhandlungspositionen oder Verhandlungsergebnisse der WTO-Runde quantitativ beurteilen zu können, wurde die Produktesensitivität und die monetären Auswirkungen möglicher Verhandlungsergebnisse beim Marktzutritt mittels Marktsimulationen geschätzt. Die Evaluation der Verhandlungsergebnisse erfolgt im Bundesamt für Landwirtschaft primär mit dem Optimierungsmodell HAPI, welches den Produktionswertverlust unter Einhaltung der jeweiligen Bedingungen beim Marktzutritt minimiert. Das statische Modell baut auf den Produktionsmengen eines Ausgangsjahres auf. Für eine ex-ante Evaluation unter Einbezug allfälliger Anpassungen bei den Marktgleichgewichten bietet sich eine Kombination des bestehenden Modells HAPI mit einer dynamischen Analyse der Marktentwicklung für die wichtigsten Produktmärkte in der Schweiz an. Dazu wird das im Rahmen des Projekts „Milch- und Fleischmarkt 2011“ entwickelte, dynamische Marktmodell für die Fragestellung ausgebaut und verwendet.
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